Steuererhöhungen. Möchte niemand, aber eine Lösung muss her!
Aufgrund von Vorgaben des Landes Hessen stand Poppenhausen – wie viele andere Kommunen – vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder Steuererhöhungen oder erhebliche Einbußen bei den Landeszuweisungen.
Der Hintergrund war komplex, lässt sich aber vereinfacht so erklären: Weil Poppenhausen bisher vergleichsweise niedrige Grundsteuersätze hatte, drohte der Gemeinde künftig deutlich weniger Geld aus verschiedenen Fördertöpfen. Nach einer landesweiten Regelung wird bei der Berechnung dieser Mittel angenommen, dass Gemeinden mit niedrigen Steuersätzen wohlhabender sind und daher weniger Unterstützung benötigen.
Diese Zuweisungen sind jedoch ein zentraler Bestandteil des Gemeindehaushalts. Ein solcher Verlust hätte spürbare Folgen für die finanziellen Handlungsspielräume der Gemeinde gehabt. Daher standen die Verantwortlichen vor der Frage: deutliche Steuererhöhungen, um die Einbußen zu vermeiden – oder ein großes Loch im Haushalt.
Auf Initiative der FREIEN WÄHLER wurde in sehr konstruktiven Gesprächen zwischen Bürgermeisterin, Gemeindekämmerer und den Fraktionsvorsitzenden ein Lösungsvorschlag erarbeitet. Dieser wurde anschließend in der Sitzung der Gemeindevertretung ausführlich diskutiert, teilweise angepasst und schließlich mehrheitlich beschlossen.
Durch eine maßvolle Erhöhung der Grundsteuer tragen die Bürgerinnen und Bürger ihren Anteil. Eine leichte Anpassung der Gewerbesteuer bezieht auch die Unternehmen ein, während ein weiterer Teil der Belastung vom Gemeindehaushalt selbst übernommen wird.
Diese Entscheidung zeigt, dass sich auch schwierige Herausforderungen gemeinsam, im offenen Gespräch und mit Augenmaß bewältigen lassen.

